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Kopfkontrolle Poster VIDA

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Evaluierung der Kopfkontrolle bei Zerebralparese

Kopfkontrolle Poster

Kopfkontrolle Praxisleitfaden Zur Befundung der Kopfkontrolle für Kinder mit Zerebralparese. Bewertung von Kopf-Rumpf-Einstellung und Kopf-Rumpf- Stabilität bis hin zu Stell- und Gleichgewichtsreaktionen. Grundvoraussetzung ist das Zusammenspiel von Muskelspannung, Gleichgewichtsentwicklung und die neurale Verknüpfung. 1 Kann das Kind in Rückenlage den Kopf auf der Mittelline halten? Aufgrund von Faktoren wie Schwerkraft und Muskelspannung ist der Kopf bei einem Neugeborenen in Rückenlage anfangs immer asymmetrisch eingestellt. Um die Mittellinie erreichen zu können, ist eine Aktivität der Nackenmuskulatur erforderlich, welches der erste Schritt zur Haltungskontrolle ist. Bei Kindern mit einer fehlenden Muskelspannung kommt es nicht zu einer symmetrischen Einstellung auf der Mittellinie und verhindert dadurch die normale motorische Entwicklung. 2 Kann das Kind den Kopf aus der Rückenlage und Bauchlage anheben? Das Arbeiten gegen die Schwerkraft entwickelt sich mit zunehmender Muskelkraft und ermöglicht aus der Rückenlage, das Kinn zur Brust führen und aus der Bauchlage dem Kopf abheben zu können. Bei Kindern mit tonusbedingten Auffälligkeiten oder Frühchen sind Verzögerungen in der Kopf-Rumpf- Einstellung aus der Rückenlage und das Nichtabheben des Kopfes aus der Bauchlage nicht selten und wirken sich nachteilig auf die motorische Entwicklung aus. 3 Kann das Kind in aufrechter Position den Kopf in einer neutralen Stellung halten und bewegen? Diese Fähigkeiten entwickeln sich durch eine Kombination aus Haltungskontrolle und Integration von frühkindlichen Reflexen. Ist ein Kind nicht in der Lage, die Kopfeinstellung und -kontrolle aufrechtzuerhalten, ist dies ein frühzeitiges Entwicklungsproblem. 4 Kann das Kind visuell mit oder ohne Kopfbewegung Gegenstände/ Personen fixieren und verfolgen? 5 Kann das Kind bei Lageveränderungen den Kopf einstellen und halten? Die Kopfkontrolle ist die Entwicklung der Haltung des Kopfes zum Rumpf und dessen Anpassung bei Lageveränderungen. Daraus folgen das Fixieren und Verfolgen von Gegenständen, dem eine gute Hand-Auge-Koordination vorausgeht. Dieser Entwicklungsschritt ist u.a. die Voraussetzung für das Sehen, die räumliche Orientierung und das Lesen und Schreiben. Die Haltungskontrolle erfordert die Stabilität des gesamten Körpers, einschließlich des Kopfes zum Rumpf. Die Kopfkontrolle erleichtert die Entwicklung von Motorik und Gleichgewicht. Folglich trägt die Kopfkontrolle zur Entwicklung des Sitzens und Gehens bei. VIDA Kinderreha App VIDA Global GmbH | Borsigstr. 3 | 65205 Wiesbaden | info@vidaglobal.de | www.vidaglobal.de